Die Rissener Einkaufsstraße

Einkaufszentren gibt es viele – Rissen hat eine Einkaufsstraße

Der hauseigene Bus bietet den Bewohnern der Hanna Reemtsma Stiftung Gelegenheit in den Ort zu fahren. Dreimal vormittags unter der Woche wird dieser Service angeboten.

Arztbesuche sowie der anschließende Gang zur Apotheke können somit selbständig erledigt werden. Drei Geldinstitute sind vorhanden, wo man sich mit dem nötigen Kleingeld für einen Einkaufsbummel versorgen kann.

Verschiedene Textilgeschäfte verführen gerade jetzt im Frühling zum Kauf einer neuen Bluse oder weiterer Garderobe. Auch leichtes Schuhwerk ist jetzt angesagt, das Angebot auch für Reparaturen hierfür ist vielfältig. Um das persönliche Outfit zu vervollständigen steht auch ein Friseur zur Verfügung. Und wenn es angebracht erscheint, kann man „Madame“ einen Besuch abstatten.

So verschönt hat der Besucher auch einen Blick für die frühlingsfrisch bepflanzten Beete oder die blühenden Bäume an der Straße. Der Gedanke an Zuhause oder an eine gemütliche Stunde verführen zum Kauf von Kaffee und Kuchen, Wein und Schokolade. Für die Terrasse leistet man sich vielleicht einen neuen Gartenstuhl. Für den nächsten Besuch bei Freunden finden sich besonders aparte Geschenke im „nordischen“ Laden.

Ist man nach so vielen Einkäufen strapaziert, stärkt man sich am besten beim Italiener oder in einer der Konditoreien. Beschwingt und gestärkt macht man sich auf den Heimweg, jedoch nicht ohne einen Strauß aus einem der Blumengeschäfte.

Dabei kommt plötzlich die Erinnerung an den Lotto-Laden. Der Gedanke an einen eventuellen Gewinn gibt der Fantasie freien Lauf: Bei „Laatzen“ könnte man endlich das teure Schmuckstück erwerben oder aber die Uhr reparieren lassen. Und vis-a-vis ließen sich sämtliche Kinderträume erfüllen, die dann wohlverpackt in der Poststelle nebenan aufgegeben werden können. Im Fernsehen gezeigte Landschaften laden zum Aufbrechen ein, was im Reisebüro realisiert werden könnte. Die entsprechende Lektüre wäre im Buchladen zu erwerben. Auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt, fällt der Blick auf das Schaufenster des Raumausstatters. Beim nächsten Marktbesuch, Dienstag oder Samstag, könnte man sich neue Ideen für die eigenen vier Wände holen.

Zum Abschluss noch ein Motto für den Leser: „Diese drei Worte:  Kauft im Orte!"

Gisela Borgstädt